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Definitionen und Hinweise auf ein festgesetztes Überschwemmungsgebiet am Beispiel der Parkanlage Glemsaue in Ditzingen.

Gemäß § 65 Absatz 1 des Wassergesetzes BW gilt- ohne das es einer weiteren Festsetzung bedarf -die Fläche von der Gewässeroberfläche bis zum nächsten Hochufer als festgesetztes Überschwemmungsgebiet. In diesem Fall die gesamte Aue. In der Hochwassergefahrenkarte HQ extrem des Landes wird diese Aue gemäß § 65 des Wassergesetzes BW ebenfalls als Gebiet für die Hochwasserentlastung oder Rückhaltung markiert. Die offiziellen Starkregengefahrenkarten des Landes zeigen diesen Park ebenfalls als Überschwemmungsgebiet. Wikipedia definiert ein Überschwemmungsgebiet als HQ extrem. Im Rahmen des Hochwasser - Risikomanagements BW - Städtebau und Bauleitplanung bei Hochwasserrisiken und in Überschwemmungsgebieten - wird bei der Begriffserklärung ebenfalls ausdrücklich auf die Festlegungen gemäß o.a. Punkt 1 als festgesetztes Überschwemmungsgebiet hingewiesen.(s. Anlage ) Die mehrmaligen Überschwemmungen in den letzten Jahren weisen diese Aue ebenfalls als Risikogebiet aus.






















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http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sporthalle-in-ditzingen-feuer-unterm-dach.96c952d1-1abb-4bc3-853f-d00ae944049a.html


Sporthalle in Ditzingen
 
Feuer unterm Dach

Von Franziska Kleiner 06. April 2016 - 11:39 Uhr

Ein Ersatz für die vor vier Jahren abgebrannte Trainingsstätte wird dringend benötigt.
Die Pläne liegen vor, doch der Bau wird rund eine Million Euro teurer als geplant.
Die Fachleute mussten sich am Montag erklären.

Ditzingen - Der dritte Tagesordnungspunkt würde Anlass für heftige Diskussionen bieten.
Das war bereits vor der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Kultur und Soziales klar.
Das Rumoren aus den Reihen der Vereinssportler, allen voran der TSF-Fechter ist im Ort inzwischen unüberhörbar. Zudem hatte der Oberbürgermeister Michael Makurath schon im Dezember darauf gedrängt, die Halle früher fertigzustellen als von den Planern vorgesehen.
Nun aber hat sich die Situation zudem verschärft, weil die Halle knapp eine Million Euro teurer wird, als der Gemeinderat mit einem Kostenrahmen vorgegeben hatte. Dem Unmut der Stadträte mussten sich die Fachplaner, allen voran das federführende Stuttgarter Büro Zoll am Montag aussetzen. Sie hatten den Räten die außergewöhnliche Kostensteigerung von 923 000 Euro zu erklären. Zugleich unterbreiteten die Planer aber auch eine günstigere Alternativ – die der Rat aber am Ende der Aussprache ablehnte. ven Sautter (CDU) stellte in der Aussprache die Frage,
ob das Vertrauen zum Büro Zoll noch bestehe und beantragte das Engagement eines Projektsteurers. Das wurde letztlich aber mehrheitlich abgelehnt. Dieter Schnabel (UB) sah sich in seiner seit jeher ablehnenden Haltung in Bezug auf den Standort bestätigt, hätte aber vom Büro erwartet, dass es von vornherein einräumt, die drei Millionen nicht halten zu können – ein Vorwurf, dem sich der Freie Wähler-Fraktionschef Manfred Grossmann anschloss. Die Grünen ärgerten sich ebenso vor allem über die Preissteigerung, während die SPD in ihrem Unmut auch auf den dringenden Bedarf hinwies, der keinen Zeitverzug dulde. In der Alternativplanung wäre das Gebäude deutlich höher geworden. Es hätte sich damit nicht mehr in die Aue eingefügt, wie in der Ursprungsplanung vorgesehen. Detailplanung verteuert das Projekt „Ich verstehe Ihren Unmut,
aber der Teufel steckt im Detail“, wandte sich der Projektleiter Joachim Bürklein vom Büro Zoll im Verlauf der Debatte an die Räte. Er verwies damit im Wesentlichen auf den Hochwasserschutz. „Wenn es konkret wird, gehen die Ingenieure auf die sichere Seite“, sagte der OB über die nunmehr zusätzlich neu zu beachtende Risikoabschätzung. Der Gutachter hatte auf die Bodenbeschaffenheit hingewiesen, also auf „durchlässige Schichten, die man nicht abdichten kann“. Eine Bodenplatte, wie zunächst gedacht, böte keinen Erfolg. Nur bedingt fand das Argument des Oberbürgermeisters Gehör, dass man damit „Themen des Bestands aufarbeitet“. Schließlich gehe es auch darum, das Wasser entlang der bereits bestehenden Halle in die Glemsaue zu leiten. Denn nach der Hochwassergefahrenkarte des Landes bestehe schon heute für die Halle eine Gefahr. Die Planer hatten dargelegt, dass man das „Hangwasser in der Gröninger Straße in den Griff bekommen muss“, also Schlamm und Wasser, das mit dem Schul- und Sporzentrum nichts zu tun habe. Sieger eines Wettbewerbs Es sei eine Kostenentwicklung,
die vor allem mit der Planungstiefe des Projekts einhergehe, meinte der Oberbürgermeister Michael Makurath. Gleichwohl sei eine Halle „ganz gleich an welchem Standort heute nicht unter
3,7 Millionen Euro zu realisieren“. Manche Kosten habe man in der Hand, manche nicht.
Damit verwies er auf die Aussagen des Büros, man habe zudem bei der Grobkostenschätzung im Wettbewerb „zu optimistische Ansätze gewählt“. Zu verantworten haben die Architekten Mehrkosten von insgesamt rund 300 000 Euro. Das Büro Zoll war als Sieger aus einem Wettbewerb hervorgegangen; der Entwurf war aus drei Vorschlägen ausgewählt worden.
Eine Maßgabe der Räte war, den Bau für drei Millionen Euro zu realisieren.
Der Baubeginn ist nun für Mai 2017 geplant, die Bauzeit beträgt zwölf bis 15 Monate.
Die Halle kann demnach im Schuljahr 2018 in Betrieb genommen werden.

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Bürgerinitiative „Pro Glemsaue“                                                  Ditzingen, den 10.02.2016
Postanschrift Herbert Köhler
Gröninger Strasse 56
71254 Ditzingen

Stadt Ditzingen Stadtbauamt
Z. Hd. von Herrn Ullrich
Am Laien 1
71254 Ditzingen


Neuer Bebauungsplan für die Glemsaue in Ditzingen


Ankündigung von Baumfäll-Arbeiten in der Glemsaue



Sehr geehrter Herr Ullrich,

in der Bürgerfragestunde, anlässlich der Gemeinderatssitzung am 09.02.2016,
deutete der OB Makurath an, noch im laufenden Monat Bäume fällen zu lassen,
die dem o. a. geplanten Bauvorhaben (Sporthalle) im Wege stehen.
Wir fordern Sie dringend auf darauf hin zu wirken, dass diese Aktion unterbleibt,
damit hier nicht vorab unumkehrbare Fakten in einer u. E. rechtlich unzulässigen Planungs-Phase geschaffen werden (s. dazu auch die Ihnen von uns vorliegenden rechtlichen Bedenken vom 18.01.2016, auf die bis dato die erbetene Stellungnahme noch aussteht). So ist weder der Bebauungsplan rechtsgültig noch gibt der Stand der Gutachten große Hoffnung, dass das Projekt einer neuen Sporthalle in der Glemsaue wirklich einer Realisierung zugeführt werden kann.
Wir verweisen hier im Besonderen auf die Verkehrssituation in der Gröninger Strasse, die ja nicht nur von uns in den letzten Jahrzehnten immer wieder kritisch vorgetragen wurde und sich durch einen weiteren Sporthallenbau dramatisch verschlechtern würde. In dieser unserer Einschätzung sehen wir uns auch darin bestärkt, dass nunmehr wohl auch bei bestellten Gutachtern und einigen Stadträten erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit dieses Vorhabens aufgekommen sind. Schließlich sehen wir eine Parallele zu den „Glemsterrassen“, wo die Bäume schon vor Jahren gefällt wurden, aber das geplante Projekt bis dato nicht realisiert wurde. Dieses Vorgehen ist absolut unakzeptabel. Wir erwarten gerne Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Für die Bürgerinitiative „Pro Glemsaue"

Margarete Hardt

Herbert Köhler

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Bürgerinitiative ProGlemsaue                                                              Ditzingen, den 18.01.2016
Postanschrift Herbert Köhler
Gröninger Strasse 56
71254 Ditzingen


Stadt Ditzingen
Stadtbauamt
Am Laien 1
Zu Händen Herrn Ullrich

71254 Ditzingen


Neuer Bebauungsplan für die Glemsaue in Ditzingen
Rechtliche Bedenken


Sehr geehrte Herr Ullrich,

mit Bezug auf die Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit möchten wir unsere Bedenken gegen den o.a. Bebauungsplan nochmals vortragen bzw. unsere Argumente verstärken. Bei der Begründung des neuen Bebauungsplans wurde auf ein brachliegendes Industriegelände (eigentlich eine alte Ölmühle !!) hingewiesen und mit diesem angeblichen “Bestand“ (Wiedernutzung einer Fläche!) letztlich versucht, das Vorhaben im “Beschleunigten Verfahren“ nach §13a BauGB genehmigen zu lassen. Diese Vorgehensweise halten wir für unzulässig, weil das schützenswerte Objekt vor 13 Jahren entfernt wurde und damit seinen Bestandsschutz verloren hat. Dieser wäre auch nicht übertragbar auf die neue Sporthalle oder andere Gebäude, die an gleicher Stelle errichtet werden sollen! (s. dazu BVerwG vom 27.07.1994 - 48/94 und vom 21.03.2001, 4 B 18/01)
Im Sachstandsbericht für den Geltungsbereich des neuen Bebauungsplanes - bis auf das Teilstück der Gröninger Straße – werden ausschließlich Flurstücke aufgelistet, die nachweislich im Überschwemmungsbereich liegen und auch schon mehrfach überschwemmt waren. Der Hinweis der Verwaltung, dass nur Teilflächen überschwemmungsgefährdet seien, erscheint uns wenig glaubhaft, da das WHG den Begriff “Teilfläche“ nicht kennt, sondern von Überschwemmungsgebieten spricht.
Eine weitere Begründung gegen ein neues Baugebiet auf der Basis eines Beschleunigten Verfahren sehen wir darin, dass im vorliegenden Fall andere Standorte in Frage gekommen wären und nicht gerade ein Überschwemmungsgebiet für eine Sonderlösung ausgewählt werden muss. (§78 Abs. 2 Satz 1 WHG (§ 31 b Abs.4 Satz 2 Nr.1 WHG a.F.)


Der Hinweis auf eine Maßnahme der Innenentwicklung ist für uns ebenfalls nicht nach vollziehbar, da es ja gerade darauf ankommt, bereits erschlossene Flächen zu nutzen und nicht - entgegen der Zielsetzung- die Ausweisung von Flächen auf der grünen Wiese voran zu treiben. Letztlich wird durch diesen Schachzug der im § 2 Abs.4 und § 2a BauGB geforderte Umweltbericht umgangen und eine qualifizierte Prüfung der tatsächlichen Auswirkungen auf die Umwelt verhindert.
Die erstmalige Ermöglichung einer Bebauung von Flächen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist nicht zulässig. Mit der Ausweisung des neuen Bebauungsplans würde zudem eine ebenfalls nicht zulässige zusammenhängende Bebauung in einem Überschwemmungsgebiet ermöglicht. (§ 78 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WHG und Urteil BVerwG vom 03.06.2014-4 C N 6.12, RN 11 ff.)
5. Juristisch ist ein Überschwemmungsgebiet von der Gewässeroberfläche bis zur nächsten Böschung definiert; hier also eindeutig bis zur Böschungslinie der Gröninger Straße. (§ 65 Wassergesetz BW vom 3.12.2013) In diesem Zusammenhang wäre zu klären, auf welcher zugänglichen Basis die weißen Flächen (überflutungsfreie Bereiche) um die am 4.7.2010 überschwemmte Sporthalle herum in der Hochwasser=Risokomanagement- Abfrage HQ extrem entstanden sind und inwieweit in den Berechnungen die Auswirkungen eines Starkregens gemäß Starkregen-Gefahrenkarte zusätzlich beachtet werden konnten? Welche Hochwasserlinie hätte der planende Architekt bei Extrem- Hochwasser und Starkregen eigentlich zu berücksichtigen?
6. Der technische Hochwasserschutz erfüllt eine wichtige Aufgabe bei der Verminderung von Schäden in besiedelten Gebieten. Dies darf jedoch nicht dazu führen, weiter hochwassergefährdete Gebiete zu überbauen, die grundsätzlich als Hochwasserrückhalteflächen zu erhalten sind. (Frank Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes BW)

Zusammenfassend betonen wir nochmals, dass wir die Ausweisung eines neuen Baugebiets in einer Fluss-Aue unter diesen Umständen für rechtlich nicht zulässig betrachten und deshalb auf eine Stellungnahme hoffen, die unsere Argumente entkräftet.

Für die Bürgerinitiative Pro Glemsaue


Herbert Köhler

Margarete Hardt

Hubert Spresser

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Leserbrief Ditzinger Anzeiger 15. Oktober 2015
 

Naturschutz für Ditzingen kein Thema
Landschaftserhaltungsverband (LEV) nennt sich der Zweckverband auf Landkreisebene,                 der zum 1. Dezember gegründet werden soll.


Das Land will ihn
der Landrat will ihn
die Stadt Ditzingen will ihn NICHT


so das Zitat in der STZ vom 09.10.15.

Den Beitritt abzulehnen ist ehrlich, denn sonst könnte die Stadtverwaltung den Sporthallenneubau in der Glemsaue noch weniger der Öffentlichkeit gegenüber rechtfertigen.

Der Mitgliedsbeitrag für den LEV läge bei 400 EURO pro Jahr, fast ein Taschengeld, wenn man Vergleiche mit anderen Investitionen zieht, wie z. B. beim Sporthallenneubau in der Glemsaue       (4,5 Mio. EURO. Allein die Gesamtkosten für Gutachten betragen EURO 63.500 und für überplanmäßige Haushaltsmittel weitere EURO 40.500). Dass eine Sporthalle benötigt wird,          steht außer Frage, aber nicht um jeden Preis! Die Glemsaue wurde als extremes Überschwemmungsgebiet eingestuft und das erklärt sich nicht nur seit dem entsetzlichen Hochwasser am 04. Juli 2010, sondern auch aufgrund des neuen Wassergesetzes, das am           01. Januar 2014 in Kraft getreten ist, in dem jegliche Bebauung in einem schon vorhanden gewesenen Überschwemmungsgebiet untersagt ist. Aufgrund des hohen Grundwasserstands muss die Sporthalle in eine sogenannte weiße Wanne gesetzt und weitere Maßnahmen für Hochwasserschutz getroffen werden, was die Baukosten empfindlich in die Höhe treibt. Mit der Aussage des OB Makurath                                                                                                       „auf dem Berg zu bauen erfordert keine derartigen Schutzmaßnahmen“                       kann man in der Tat nur konform gehen. Warum wählt man nicht die kostengünstigere Version? Bekannt ist, dass noch andere Standorte für die Sporthalle untersucht wurden. Es wäre interessant zu wissen, um welche es sich handelt (Veröffentlichung im Ditzinger Anzeiger) und warum wird ausgerechnet unserem schönen Stadtpark der schwarze Peter zugeschoben?                                     
Die Schulentwicklung kann kaum eine Rolle spielen, denn noch am 30.07.2015 wurde die Sporthalle in der STZ als reine Trainingshalle für den Vereinssport ausgelegt.                               

Die Hauptaufgabe des LEV besteht darin, „Natur und Landschaftspflege“                (Gestaltung von Biotopen, Erhaltung von Streuobstwiesen, Renaturierung von Gewässern) in den Fokus zu stellen und auch finanziell zu unterstützen.                               


Margarete Hardt

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Leserbriefe vom 23.07.2015


Gravierender Eingriff in unseren Erholungspark Glemsaue


Am kommenden Dienstag (28.07.15) um 19.00 Uhr wird der Gemeinderat über die neue Sporthalle in der Glemsaue abstimmen. Gelegenheit für die Bürger Ihre Meinung zu äußern. Bei allem Verständnis für den Wiederaufbau einer durch Brand verloren gegangenen Sporthalle, sind Bedenken angebracht. Der Neubau einer Sporthalle in einem durch die Landesregierung festgesetzten Überschwemmungsgebiet verstößt nach unserer Meinung eindeutig gegen die im Wasserhaushaltsgesetz §78 aufgelisteten besonderen Schutzvorschriften.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre – nicht nur in Ditzingen!! bleibt zu hoffen, dass sich unsere Stadt an diese Schutzvorkehrungen hält. Beachtlich sind in diesem Zusammenhang auch die Auswirkungen auf den Naturschutz und den Freizeitwert dieser Parkanlage. (s. dazu Naturschutzgesetz BW) Die Genehmigungsfähigkeit dieses Vorhabens wird von uns stark bezweifelt, weshalb wir die Stadträte erneut bitten, diesem Vorhaben nicht zuzustimmen, bevor die rechtlichen Voraussetzungen nicht zweifelsfrei geklärt sind.

Für die Bürgerinitiative PRO GLEMSAUE


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Wie grün ist Ditzingen eigentlich?

Als ich jüngst mit dem Kinderwagen im Park bei 30°C spazieren
ging, merkte ich sogleich, dass es in Ditzingens Park, der Glemsaue,
nur eine kurze Strecke im Schatten gibt. Die wenigen Meter
unter Bäumen wurden deshalb mehrmals zurückgelegt. Das
schlafende Kind weiß noch nichts davon, dass nun auch noch
mehr Bäume in der Glemsaue gefällt werden, es also noch weniger
Schatten in seiner Zukunft geben wird. Es werden nicht
nur für uns magere Zeiten in Bezug auf eine schönere Parkanlage,
sprich Aue, kommen, sondern auch für unsere Kinder
und für die in diesen Bäumen zu beobachtenden Bussarde und
Milane.
Ditzingen ist für mich deshalb nicht grün, da es wenige schattenspendende
Bäume, keinen Wald, nur Felder und Wege unter
glühend heißer Sonne gibt. Das ökologische Gleichgewicht
in dieser Stadt wird schon lange mit Füßen getreten. Bürgerbeteiligung
und die Wünsche der Bürger, wie sie sich ein adäquates
Lebensumfeld (Ruhe, Grünflächen, etc.) vorstellen, werden
hier in Ditzingen nicht beachtet. Der Slogan „Natur muss in der
Stadt erlebbar sein“ ist in anderen Städten wie Ludwigsburg
oder Remseck schon lange nicht mehr nur ein leeres Gerede
ihrer Stadtplaner und des Grünflächenamtes. Parks, Alleen und
kleine Oasen in Wohngebieten entstehen. Anders hier in Ditzingen.
Es wird gebaut und versiegelt. Demnächst wird eine
weitere Sporthalle mit zusätzlichen Parkplätzen in der Glemsaue
entstehen. Da hilft es auch nicht, wenn wir als Bonbon
einen Glemsbalkon bekommen.
Wunsch und Wirklichkeit klaffen in Ditzingen gewaltig auseinander.
Hier heißt das Motto eher "Betonpark ist wichtiger
als Landschaftspark". Die Lebensqualität der Menschen ist ein
hohes Gut, das sich die Stadtplaner zu Herzen nehmen sollten.
Schade eigentlich, wenn man in einer Stadt wohnt und immer
das Auto nehmen muss, um mit dem Kinderwagen länger als
10 Minuten im Schatten spazieren fahren zu können.

Gabriele Herzog

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Nach § 1 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es Ziel des Naturschutzes in Deutschland Natur und Landschaft auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten.

Ein Blick auf die abwechslungsreiche Kulturlandschaft in Baden-Württemberg mit ihrer Vielfalt an Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten und ihrer Funktion als Erholungsraum für die Menschen zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Schließlich gehört die Erhaltung des Natur- und Kulturerbes zu den vorrangigen gesellschaftspolitischen Aufgaben. Um die Natur auch über Landesgrenzen hinweg zu schützen, gelten viele Richtlinien des Naturschutzrechtes auf europäischer oder nationaler Ebene.


Hört dieser "gute Weg" in unserer Glemsaue auf?



Planungsbeginn einer neuen Turn-Sporthalle in der Glemsaue.pdf



Offener Brief der Bürgerinitiative „Pro Glemsaue“

An das Bürgermeisteramt der Stadt Ditzingen
zu Händen Herrn Oberbürgermeister Makurath
und
an alle Mitglieder des Gemeinderats der Stadt Ditzingen.

Hochwassergefahrenkarte der Stadt Ditzingen
Bauvorhaben im Bereich der Glemsaue

Sehr geehrter Herr Makurath
Sehr geehrte Damen und Herren des Ditzinger Gemeinderats


Zunächst möchten wir uns für Ihr Bemühen danken, die Hochwassersituation in unserer Stadt zu verbessern; gleichzeitig aber auch Ihrem Appell, z.B. in Regio-TV, folgen, auf Gefahren und Fehlentwicklungen als Bürgerin und Bürger rechtzeitig hinzuweisen.
So ist uns aufgefallen, dass die uns nunmehr vorliegenden Starkregen- und Hochwassergefahren-Karten für die Glemsaue richtigerweise überwiegend blau – also als gefährdet – markiert sind, aber auch einige wenige weiße Flecken ausweisen, was u.U. zu Fehlinterpretationen führen könnte. Wir sind der Meinung, dass diese Karten zunächst in der Regie der Stadt Ditzingen überarbeitet werden sollten und begründen dies wie folgt:
Das Wasserhaushaltsgesetz vom 31.07.2009 ( § 76, 78 ), das Wassergesetz für BW vom 22.12.2013 mit seinen besonderen Regelungen für Randstreifen und Überschwemmungsgebiete und das novellierte Wassergesetz vom 01.01.2014 für Baden-Württemberg, verpflichtet die Gemeinden Überschwemmungs- und Risikogebiete auszuweisen.
1.          Die Ausweisung als Überschwemmungsgebiet für HQ100
             (Flächen, welche bei einem im  Durchschnitt alle 100 Jahre auftretenden   
             Hochwasser überschwemmt werden) hat definitionsgemäß für die gesamte Aue    
             zu gelten. Also von der Gewässeroberkante bis zur nächsten Böschung;
             in diesem Fall identisch mit dem Verlauf der Gröninger Straße.
2.          Alleine der Name „GlemsAUE“ ist schon Verpflichtung und implementiert
             ein Gebiet mit signifikantem Hochwasserrisiko sowie umfangreichen Verboten.
3.          Die Ausweisung neuer Baugebiete ist innerhalb von Städten somit unzulässig.
4.          Zu den Pflichten gehört der Erhalt und die Rückgewinnung von Rückhalteflächen.
5.          Errichtungen und Erweiterungen von baulichen Anlagen sind grundsätzlich
             untersagt.
6.          Auch ein Wiederaufbau ist unrechtmäßig!
7.          Aufschüttungen und Vertiefungen sind ebenfalls verboten.
8.          Komplexe Wechselwirkungen von gleichzeitig auftretendem Starkregen
             und Hochwasser sind in den Karten gar nicht dargestellt.
             Ebenso besondere Gefährdungen bei Hanglagen!!

Diese wenigen Aufzählungen veranlassen uns, nochmals darauf hinzuweisen, dass der Bau einer neuen Sporthalle in der GlemsAUE unter diesen Rahmenbedingungen u.E. unzulässig, fahrlässig oder gar gesetzeswidrig wäre. Ganz zu schweigen von den Zusatzkosten, die ein Bauvorhaben in einem Risikogebiet nach sich ziehen würden. Wir sehen hier auch eine Verschwendung von Steuermitteln, wenn nicht umgehend geeignetere Standorte nochmals geprüft werden, um Verzögerungen und hohe Ausgaben ( 4,5 Millionen?) zu vermeiden. Diese Ausgaben sind um so ärgerlicher, weil man von der Versicherung eine moderne Halle am alten Standort kostengünstiger erhalten würde (Verzicht auf ca. 1 Million Euro?!), statt nun mit einer abgemagerten Hallenversion in der GlemsAUE zu planen. Die nach Klärung der Gesetzeskonformität zudem mit umfangreichen HochwasserSchutzmaßnahmen (Fluttoren, leistungsstarken Pumenanlagen, automatischen Meldeanlagen, inklusive Wartungsauflagen etc. ) ausgestattet werden müsste. Trotzdem bleiben Risiken von Hochwasserschäden und Folgekosten unkalkulierbar …
Unten angefügte Collage mag bereits gemachte Erfahrungen und Bedenken untermauern. Nach der Lektüre des Buches von A.Häcker: „Ditzingen im Wasser – die Überschwemmung vom Juli 2010“ erübrigt sich eigentlich jegliche Diskussion.

Zusammenfassend raten wir eindringlich von diesem Bauvorhaben in der GlemsAUE ab.

Ditzingen, den 01.12.2014






Mit den Ditzinger Bürgern und ihren Stadträten

möchten wir gerne weiterhin im Gespräch bleiben, denn "nur gemeinsam sind wir stark", um für aktuelle Problemfelder, wie z. B.

  • Hochwassergefahr (Starkregen-Gefahrenkarte)
  • Umweltschäden
  • Verkehrsströme
  • Ruhestörungen
  • Turnhalle in der Glemsaue
  • Versiegelung des Festplatzes...

vernünftige Lösungen zu finden.

Bitte folgende Links unbedingt in den Browser kopieren und anschauen:



http://www.realschule-ditzingen.de/news_4488_201007054c324c9a9db5a-Ueberschwemmung-im-Schulzentrum-am-4.-Juli-2010.html

und

http://www.youtube.com/watch?v=nOB5wxsCQ5Q


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Ditzingen, den 19.11.2012

Offener Brief zum Thema SporthallenNEUbau in der Glemsaue


An alle Mitglieder des Gemeinderates.

Sie wurden mit der Verpflichtung gewählt, die Interessen der Ditzinger Bürger zu vertreten. Daran möchten wir Sie erinnern, wenn Sie am 20.11.2012 im Gemeinderat über den Neubau einer Sporthalle entscheiden.
Zuerst ist kritisch zu hinterfragen, ob dieser geplante Neubau wirklich notwendig ist. Noch vor einigen Wochen konnte man in einem Bericht im „Ditzinger Anzeiger“ nachlesen, dass mit dem gegenwärtigen „Status quo“ (nach Wegfall der Sporthalle in der Gartenstraße), nach gewissen Anlaufschwierigkeiten, alle Vereine und Hallennutzer zufrieden sind. Durch geschickte Verschiebungen/Verlegungen ist es gelungen den Hallensportbetrieb normal weiterzuführen. Da mit einem geplanten Neubau frühestens Ende 2005 begonnen würde, hat die gegenwärtige Situation auch mittelfristig Bestand. Zudem muss einerseits berücksichtigt werden, dass die Schülerzahlen abnehmen (ein Schulgebäude soll geschlossen werden) und die Sportvereine unter einem allgemeinen Mitgliederschwund leiden; andererseits sind in den Belegungsplänen von Stadthalle und Konrad-Kocher-Halle noch freie Kapazitäten vorhanden. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass ein Neubau gar nicht notwendig ist!
Es ist schon seltsam und traurig genug, dass nach dem Hochwasserereignis, wie es sich am 4.Juli 2010 ereignet hat, eine weitere Bebauung der stark überfluteten Glemsaue vorgesehen ist. Die Milionenschäden mögen weitestgehend behoben sein, aber die Angst, dass sich derartiges wiederholt, bleibt bei den vielen Betroffenen haften. Es wurde zwar ein Wall um das Schulzentrum Glemsaue aufgeschüttet, ausgespart wurde jedoch der Kindergarten, Glemsaue zugunsten der Festwiese ( wie makaber, der Kindergarten liegt direkt an der Glems...)! Eine Evakuierung von Kleinkindern, sollte sich das Szenario an einem Wochentag wiederholen, ist nicht auszudenken. Bis dato gibt es keinen ausreichenden Schutz, aber dennoch scheint die Mehrheit der Stadträte den Standort Glemsaue als geeignet für eine Sporthalle mittragen zu wollen, obwohl die weitere Bebauung der Glemsaue bereits abgelehnt war. Wie glaubwürdig werden die Ditzinger Bürger/innen von der Stadtverwaltung und einem Teil der Stadträte vertreten?



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Im übrigen befindet sich der tiefste Punkt Ditzingens in der Glemsaue. Das lässt sich auch in der "Ditzinger Chronik“ nachlesen. Fakt ist, die Glemsaue ist das natürliche Regenrückhaltebecken (Retensionsfläche) für Hoch- und Niedrigwasser. Es wird also in einer Sache beschlossen, deren wichtigste Grundlagen wie z. B. Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten den Bürger(n)innen noch vorenthalten werden und ausreichende Maßnahmen im Scheffzental noch nicht abgeschlossen sind.
Einen weiteren Ablehnungsgrund stellt die aktuelle Verkehrssituation dar. Die An- bzw. Abfahrtswege und Parksituation in der Gröninger Straße sind schon jetzt z.T. sehr chaotisch. Diese, für die Anlieger sehr belästigende Situation, würde sich durch den Hallenneubau noch dramatisch verschlechtern.
Auf die Verkehrssituation wurden die Stadtverwaltung sowie Herr Zimmermann (OA) schon mehrfach hingewiesen. Eine aufschlussreiche Information steht bis heute aus.

Aus den genannten Gründen kann es deshalb am Dienstag, dem 20.11.2012 und zukünftig nur heißen – keine zusätzliche Bebauung in der Glemsaue.
Wir hoffen auf Ihre kritische Einsicht.


(Prof. Dr. Ulrich Klotz) (MargareteHard)

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Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und schauen sich auf folgenden Links um:

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16140/

http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/975/HWGK_Leitfaden_DEU.pdf

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So sah es früher an der Glems aus; allerdings erwarten wir nicht, dass die Glemsaue soweit rekultiviert wird.
In Schwieberdingen wurde die Glemsaue zum Ortsmittelpunkt gemacht und hier stand das Wasser beim letzten Hochwasser 1 1/2 Meter hoch.

















Fast 500 Unterschriften wechselten ihren Besitzer...
Herr Oberbürgermeister M.Makurath nahm die, von fast 500 Mitbürgern unterschriebenen, Briefe am 16.November 2010 in Empfang.

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Ditzingen, den 09.10.2010

Liebe Ditzinger Mitbürger/innen und Firmeninhaber/innen,

das letzte Regenunwetter am 04.07.2010 hat leider für viele von uns beträchtliches
Leid sowie immense Sach- und Gebäudeschäden verursacht.
Aufgrund der auch bei uns zu beobachtenden klimatischen Veränderungen muss
leider zukünftig mit weiteren, ähnlichen Katastrophen gerechnet werden.
Denn bereits im vergangenen Jahr ging am 03.07.2009 in unserer Region ein
Regenunwetter nieder, und auch im Juli 2006 gab es wegen eines Regenunwetters
in Ditzingen Überschwemmungen. Klimaexperten sind sich sicher, dass sich
Wetterphänomene dieser Art wiederholen werden, womöglich in immer kürzeren
Abständen und mit noch stärkerer Intensität.
Wir, d. h. Betroffene des Wohngebiets Weidenpark und die Bürgerinitiative
„ProGlemsaue“ haben ein gemeinsames Ziel: Wir fordern für unsere Stadt eine
zeitnahe und effektive Verbesserung des Hochwasserschutzes
inklusive Erhaltung der Glemsaue in ihrer jetzigen Form.
Deshalb haben wir u. a. den beiliegenden Musterbrief verfasst, von dem wir hoffen,
dass er von möglichst vielen von Ihnen verwendet wird, um dieser Forderung
gemeinsam Nachdruck zu verleihen.
Sollten auch Sie der Ansicht sein, dass zeitnahe und effektive Maßnahmen zur
Verbesserung des Hochwasserschutzes dringend geboten sind, so möchten wir Sie
bitten, den Musterbrief mit Absenderadresse und Datum zu vervollständigen sowie
zu unterzeichnen und ihn bis spätestens 30.10.2010 bei Frau Wißler-Dold, Frau
Hardt, Herrn Prof. Dr. Klotz oder der PAN-Buchhandlung abzugeben.
Gerne können Sie den Brief zuvor auch vervielfältigen und an andere weitergeben.
Wir werden die gesammelten Schreiben anschließend Herrn OB Makurath
überreichen und eine schriftliche, verbindliche Stellungnahme einfordern.
Wir hoffen auf Ihre zahlreiche Unterstützung – nur gemeinsam können wir etwas
bewegen. Und: Hier gibt es nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen.

Bei Rückfragen zögern Sie bitte nicht, mit uns das Gespräch zu suchen.

Mit den besten Grüssen von Haus zu Haus,

N. Wißler-Dold          M. Hardt                    Prof. Dr. U. Klotz
Am Beutenbach 6     Gröninger Str. 58        Am Maurener Berg 58
71254 Ditzingen        71254 Ditzingen         71254 Ditzingen

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An die Ditzinger Stadtverwaltung
z. Hd. Herrn Oberbürgermeister Michael Makurath
mit der Bitte um Weiterleitung über den
Ältestenrat an alle Stadträte der Stadt Ditzingen


Betr.: Verbesserung des Hochwasserschutzes


Sehr geehrter Herr Makurath, sehr geehrte Stadträte,

das Unwetter vom 04.07.2010 und dessen Folgen haben nicht nur öffentliche
Einrichtungen, sondern vor allem private Haushalte und Geschäftslokale getroffen.
Längst sind nicht alle Schäden beseitigt, und viele Betroffene leiden auf vielfältige
Weise nachhaltig unter den Folgen dieses Ereignisses – vor allem finanziell und
unter der Angst, dass sich Derartiges wiederholt.
In jüngster Vergangenheit ging bereits im vergangenen Jahr am 03.07.2009 in
unserer Region ein Regenunwetter nieder, und auch im Juli 2006 gab es wegen
eines Regenunwetters in Ditzingen Überschwemmungen.
Klimaexperten sind sich sicher, dass sich Wetterphänomene dieser Art wiederholen
werden, womöglich in immer kürzeren Abständen und mit noch stärkerer Intensität.
Klimatische Veränderungen, unzureichende Kanalisationssysteme, nicht ausreichend
vorhandene oder nicht ausreichend dimensionierte Regenrückhaltebecken sowie
zunehmende Bodenversiegelungen vergrößern das Hochwasserrisiko und die
Gefahren für das Grundeigentum der Bürger und Firmen, deren Hab und Gut und
nicht zuletzt für Leib und Leben.
Dieses Risiko gilt es durch geeignete Maßnahmen zeitnah und effektiv auf ein
Minimum zu reduzieren.
Seien Sie gewiss, dass die Betroffenen alles zu ihrem Schutz Mögliche unternehmen
bzw. unternommen haben. Doch ohne die gebotenen Maßnahmen der öffentlichen
Hand bleibt es in einer Vielzahl von Fällen bei einem erneuten Unwetter dieser Art
bei vergeblichen Bemühungen.
Aufgrund der jüngsten Ereignisse muss ich davon ausgehen, dass in Ditzingen
die zum Hochwasserschutz erforderlichen Standards nicht erfüllt sind, sowie
insbesondere
1. Regenrückhaltebecken nicht in der erforderlichen Anzahl vorhanden sind und -
sofern vorhanden - nicht die notwendigen Kapazitäten haben,
2. die Kanalisation und deren Anlagen wie etwa Pumpwerke - auch im Hinblick
auf die stetig zunehmende Bebauung - nicht ausreichend bemessen sind, die
Kanalisation darüber hinaus in einem z. T. maroden Zustand
(Wurzelwachstum in den Rohren u. a.) ist,
3. weitere gebotene Schutzmaßnahmen bislang nicht ergriffen wurden,
4. und sogar kontraproduktive Projekte beabsichtigt sind.
a) So nehme ich an, dass ungeachtet dieser jüngsten Ereignisse die am
04.07.2010 völlig überflutete Glemsaue nach wie vor mit öffentlichen
Gebäuden zur Erweiterung des Schulzentrums bebaut werden soll.
Hierfür hätte ich kein Verständnis, denn es ist lediglich eine Frage der Zeit,
wann dort eine erneute Überflutung stattfinden wird.
Bei einer Versiegelung weiterer Flächen in der Glemsaue befürchte ich,
dass es zu schlimmeren Hochwasserereignissen mit weitreichenderen
Folgen kommen kann.
Die Glemsaue stellt nicht nur ein Überflutungsgebiet, d. h. eine „natürliche
Regenrückhaltung“, sondern auch eine wichtige Frischluftschneise für die
Kernstadt und ein schönes Naherholungsgebiet dar.
b) Auch die Kanalisation für das neu geplante Baugebiet „Ob dem Korntaler
Weg“ bzw. die Zuführung dessen Abwasser und Regenwasser, kann sich
insoweit negativ auf das vorhandene Kanalisationssystem auswirken und
dazu führen, dass dessen Kapazität noch schneller erschöpft ist.
„Grundsätzlich obliegt die Gefahrenabwehr bei Gefahrenlagen durch Hochwasser
bei den Gemeinden. …… .Die Gesamtverantwortung liegt beim Bürgermeister oder
dessen Beauftragten.“ (Zitat aus dem Leitfaden zu den Hochwassergefahrenkarten in
Baden-Württemberg, 5. 4. 2.)
Daher: Handeln Sie. Jetzt.
Ihren konkreten Stellungnahmen zu den vorgenannten Punkten und sachdienlichen
Informationen dazu, wie Sie in Zukunft Schäden aus Starkregenereignissen
vorbeugen möchten, sehe ich mit großem Interesse entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
__________________________________________
(Unterschrift/en)


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             Die Glemsaue, das...

             Naherholungsgebiet, war vor Jahren das Zauberwort
             und die Glemsaue, der richtige Ort

             Natur pur
             und das auch nur, 
             weil sie mit ihren Grünflächen samt Bäumen, 
             ein Kleinod ist, wovon andere Städte nur träumen, 
                                                                
             Dies scheint vergessen zu sein, 
             denn was nun geplant ist, ist wirklich nicht fein!

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Leserbrief vom Oktober 2010


Glemskultour – ein Spektakel in der Glemsaue
Zum dritten Mal wurde letzten Samstag dieses Kulturereignis mit vielen Attraktionen gefeiert. Ein zur Zeit friedlicher Fluß und das Naherholungsgebiet Glemsaue bildeten den grünen Rahmen und wir hoffen alle, dass wir noch viele Jahre – analog dem Ditzinger Lebenslauf dieses wiederum sehr gelungene Fest genießen können. Dazu ist es jedoch absolut notwendig, die Glemsaue in ihrer jetzigen Form zu erhalten, denn wir alle brauchen sie unbedingt; nicht nur zum Feiern, sondern insbesondere - um, wie der Name Aue schon sagt, als Ausweich- und Auffangbecken von Hochwasser zu dienen, - um als Grüne Lunge für die notwendige Frischluft(zufuhr) zu sorgen, - um ihrer Funktion als Naherholungsgebiet und Freizeitort für Jung und Alt gerecht zu werden. Aus diesen Gründen wäre es verantwortungslos und gefährlich, wenn die Glemsaue weiter bebaut würde und damit wieder wertvolle Freifläche versiegelt würde. Zum Wohle aller Ditzinger Bürger kann es deshalb weiterhin nur heißen „Rettet die Glemsaue“!
Bürgerinitiative „ProGlemsaue“
i. A. Herbert Köhler

          
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Leserbrief vom Juli 2010

Rationales Denken gefordert
Am 4. Juli 2010 - es war kurz nach sieben Uhr- bot sich mir beim Blick aus dem Fenster, hinunter in den Stadtpark Glemsaue, zunächst eine recht idyllisch anmutende Landschaft, ein See mit emsig gründelnden Enten auf einer einst grünen Streuobstwiese. Leider konnte ich das Szenario von unserem Haus am See aus nicht länger betrachten, da ein weiterer See sich in unseren Kellerräumen auszubreiten versuchte. Ein Glück im Unglück, denn unser Urlaubsbeginn war der 5. Juli. So konnten wir das Wasser noch rechtzeitig abfangen. Soviel Glück hatten wir am 3. Juli 2009 nicht, denn damals war der 3. Juli unser letzter Urlaubstag und unser Kellergeschoss überschwemmt, obwohl die Regenmenge pro Quadratmeter wesentlich geringer ausfiel. Sicherheit meinten wir bis dahin, bietet unser Rückstauventil, leider ein Irrtum! Noch sind die Schäden nicht behoben. Noch laufen die Luftentfeuchter Tag und Nacht im Schul- und Sportzentrum Glemsaue sowie im Kindergarten Glemsaue und im Clubhaus des TCD und vermutlich auch in stark betroffenen Privathäusern und anderen städtischen Einrichtungen. Noch ist der entstandene Millionenschaden nicht behoben und noch nicht genau zu beziffern. Immerhin wurden Gemäldesammlungen und historische Dokumente vernichtet. Noch schwebt die Hochwasserkatastrophe in den Köpfen vieler Ditzinger Bürger herum. Überschwemmungen, Wirbelstürme, Feuersbrünste, Erdbeben gehören leider immer öfter zum Alltag. Vor Katastrophen dieser Art sind auch wir nach neuesten Erkenntnissen nicht gefeit. Aber all das scheint bei der Stadtverwaltung wenig angekommen zu sein, denn zwischenzeitlich kursieren Gerüchte, dass der OB an seinen Plänen, den Stadtpark Glemsaue zu bebauen, fest hält. Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, gäbe es hierfür keine Antwort mehr! Das wäre ein Affront gegen alle Hochwasser geschädigten Menschen in Ditzingen. Fünf gepflanzte Palmen auf der Verkehrsinsel in der Münchingerstrasse können wenig beeindrucken. Auch wenn OB Makurath dies eine Anpassung an den Klimawandel nennt – Ironie oder einfach nur ein misslungener Scherz? Es bleibt nur zu hoffen, dass das kürzlich stattgefundene Gespräch zwischen OB Makurath und Dr. Markus Rösler (grüner Landtagskandidat) über den Hochwasserschutz fruchtet, Maßnahmen zur Renaturierung der Gewässer eingeleitet werden, und endlich begriffen wird. dass das Bebauen von Flußauen der Vergangenheit angehören muss. Auch Stadtplaner täten gut daran, künftig mehr den Naturschutz in ihr Kalkül mit einzubringen, um unnötige Bodenversiegelungen zu vermeiden. Nur so können wir dazu beitragen, die durch den Klimawandel verursachten Naturkatastrophen in den Griff zu bekommen.
Margarete Hardt


7.05.10, Zentrale Grundschule, Entscheidungskriterien-2.pdf





Im Bundesnaturschutzgesetz heißt es:

„Natur und Landschaft sind im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, dass die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes,die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,die Pflanzen- und Tierwelt sowiedie Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft

als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft gesichert sind.“


Zur detaillierten Untersuchung der bestimmenden Elemente (Schutzgüter i.S.d. § 1a BauGB i.V.m. § 8a BnatSchG)


DEMOKRATIE oder ZERSTÖRUNG des Ditzinger Naherholungsgebiets?

Dass die Stadtverwaltung großzügig mit Steuergeldern umgeht, hat sie schon bewiesen. So manches wurde klammheimlich durchgezogen und wir, die Bürger Ditzingens, vor vollendete Tatsachen gestellt.

Ein Zitat aus der Stuttgarter Zeitung, betreffend eines heiß diskutierten Projektes, zeigt auf, dass dies leider von mehreren Stadtverwaltungen so gehandhabt wird:
"Es zeugt weder von sachorientierter, noch von bürgernaher Ausübung des Amtes, wenn ein OB permanent die Bedenken und Proteste einer Vielzahl von Bürgern ignoriert und stattdes-sen, davon unbeeindruckt, genau diese Projekte vorantreibt, die weder für die Stadt noch für die darin lebenden Bürger gut sind!"

Ralf Johann, Stadtplaner von Korntal-Münchingen, beweist, dass es auch anders geht:
"Erfolgreiche Stadtplanung gelingt nur im Dialog!"
"Eine Stadt ist nur so gut, wie die Bürger in ihr Möglichkeiten sehen!"
"Ich werde vom Steuerzahler bezahlt, bin also für alle verantwortlich!"
 
                                                                                                           Strohgäu 09-07-09

Was für Worte, eigentlich fast zu schön um wahr zu sein! 

Wir freuen uns über jedes Kind, das in die Schule gehen darf und wir finden es auch ausgezeichnet, dass sich unsere Stadtverwaltung Gedanken betreffend der renovierungsbedürftigen Schulgebäude macht und nach einer sinnvollen Lösung sucht.

Doch der Bau eines RiesenSchulZentrums in der Glemsaue ist keine Lösung; und entspricht auch nicht dem, was die Stadt auf ihrer Hompage so wunderbar anpreist:

"Zu einem kinder- und familienfreundlichen Wohnstandort gehören aber auch wohnungsnahe Erholungs- und Grünflächen."

"Schwerpunkt der Aktivitäten in diesem, aber auch in den Jahren zuvor, ist der Umgang mit dem Gewässer, der Glems, die eine nicht unbedeutende Rolle in der Stadt einnimmt."

Es heißt ja nicht, dass die Glems zugepflastert werden soll; es ist lediglich angedacht, dass die Grünflächen, welche die Glemsaue ausmachen, geopfert werden sollen. Die Grünflächen, die sich rechts und links des Weges befinden, werden auf das reduziert, was sich zwischen dem Weg und der Glems befindet. Wenn wir richtig informiert sind, dann soll zwischen Minigolf- und Tennisplatz alles beim Alten bleiben; immerhin noch ein paar Meter Grün in der Glemsaue... :>(((.

Neiiiiiiin, denn unsere Glemsaue ist:

Spazierweg für die Senioren aus dem nahegelegenen Seniorenheim, die mit ihrem "Gehwägele" dort sicher unterwegs sein können. Auch die Ruhebänke unter den Ahornbäumen werden von ihnen gerne in Anspruch genommen. Genauso wichtig ist die Glemsaue für Familien mit Kinder, denn dort ist es auch möglich, sie springen zu lassen ohne Sorge haben zu müssen, dass sie ins nächste Auto laufen. Kleinkinder können stadtnah betreffend für Flora und Fauna sensibilisiert werden, denn die Glemsaue hat sehr viel zu bieten. 

Der Glems-Mühlenradweg führt durch die Glemsaue; und nicht nur die „Radwanderer“ erfreuen sich während der verschiedenen Jahreszeiten an der mal mehr und mal weniger stürmisch dahinfließenden Glems. Die Freizeiteinrichtungen haben sich gut integriert und beleben das Geschehen in der Glemsaue. 

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